Wie funktioniert die Obstraupe in der Wiese? Wie geländegängig ist die Obstraupe? Welches Obst kann ich mit der Obstraupe aufsammeln?

Viele Fragen kann hoffentlich das Video beantworten, das Prototypen der Obstraupe bei den Tests zeigt. Unten finden Sie unsere Antworten auf die häufigsten Fragen. Oder Sie fragen uns persönlich:

 
 

 Welchen Akkuschrauber kann ich für die Obstraupe verwenden?

Grundsätzlich eignet sich jeder handelsübliche Akkuschrauber mit folgenden Parametern für den Einsatz mit dem Gerät Obstraupe:

 

• 13mm Bohrfutter für den Antrieb des Gerätes.

• Empfehlung der Leerlaufdrehzahl im 1.Gang 600 U/min

• Empfehlung des maximalen Drehmoments (hart): > 50 Nm

• Akkuschlagschrauber mit ausschließlicher Schlagfunktion sind nicht geeignet.

• Akkuschrauber mit integriertem Arretierknopf zur Fixierung der Schraub/Bohrfunktion sind aus sicherheitstechnischen Gründen nicht geeignet!

 

Wir empfehlen für den Einsatz für die Obstraupe 2-3 austauschbare Akkus mit einer Akkukapazität von jeweils 4 Amperestunden (Ah), diese haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Die Antriebsleistung und -dauer kann, abhängig vom Hersteller und Modell, stark variieren.

 

Wie lange kann ich mit einer Akkuladung Obst sammeln?

 

Wir haben die Obstraupe hinsichtlich eines effizienten Einsatzes eines Akkuschraubers entwickelt. Die tatsächliche Einsatzdauer ist von mehreren Faktoren abhängig: Vom Gelände, der Obstmenge und der Erntetechnik, als auch natürlich abhängig vom Modell des Akkuschraubers und des Akkus. Mit einem Akku mit 4 Ah Akkukapazität haben wir ca. 60 min lang im Dauereinsatz Obst geerntet. Genügend Zeit um einen zweiten Akku währenddessen aufzuladen. 

Als Richtwert dient in etwa (keine Gewähr!): 1 Ah = 10-15 min Einsatzdauer mit der Obstraupe.

 Wie funktioniert die Obstraupe in höherem Gras?

Wir empfehlen bei der Ernte mit der Obstraupe eine Graslänge bis 15cm. Ein Einsatz bei längerem Gras verringert die Leistungsfähigkeit und kann die Funktionalität einschränken. Ein Vorteil bietet die Möglichkeit, dass mit der Obstraupe auch rückwärts gesammelt werden kann. Dabei wird das Obst selbst unter schwierigeren Bedingungen (Unebenheiten, Grasbüschel...) noch recht gut „rausgekämmt“.
Das Arbeiten auf gemulchten Flächen, auf denen Grasschnitt, Äste etc. liegen bleibt, ist nicht vorgesehen.

Wie geländegängig ist die Obstraupe?

Das niedrige Gewicht (<28kg Betriebsgewicht) mit der guten Gewichtsverteilung und den großen 24“ Rädern macht die Obstraupe besonders wendig und geländegängig. Durch den Akkuschrauber gibt es keinen Wirkungsgradverlust im Vergleich zu einem mechanischem Antrieb. Im Gegenteil, die Rotation der Aufnahmewalze erzeugt in der Wiese einen unterstützenden Vortrieb. Die hohe Wendigkeit hat noch jeden, der die Obstraupe getestet hat begeistert. Die Geländegängigkeit hat gewisse Einschränkungen. Zum einen ist das die Geländegängigkeit der Person, welche die Obstraupe bedient. Zudem erfordert die Aufnahmetechnik in Hanglagen ein Aufsammeln parallel zum Hang. Wenn die Früchte von selber den Hang hinunterrollen, empfehlen wir das Auslegen von Planen und eine Vorrichtung, welche das Obst am Hangfuß auffängt.

 

Wie funktioniert die Sortierung bei der Obstraupe?

Die Obstraupe sammelt sehr gründlich auf, kleine Mostbirnen und Walnüsse, aber gerade beim ersten Erntedurchgang gibt es natürlich auch „Beifang“. Wir empfehlen einen Sortierrost oder Sortiertisch, der in einer guten Arbeitshöhe mit einer leichten Neigung vor den Anhänger oder die Großkiste positioniert wird. Die volle Obstkiste wird darauf entleert und zB. von einer zweiten Person direkt in die Großkiste sortiert. Das gute Obst rollt in die Kiste, fauliges wird aussortiert, Laub bleibt liegen und wird ggf. entfernt. Sortierroste sind bereits am Markt erhältlich oder können selber gebaut werden. Eine einfache Variante ist ein Heurigentisch, an den seitlich Holzlatten montiert werden.

Mit der Obstraupe kann auch gut bereits vor der Ernte wurmstichiges und fauliges Obst aufgesammelt und entsorgt werden. Das verringert den Sortierbedarf und den Krankheits- und Schädlingsdruck. Wir empfehlen beim Einsatz der Obstraupe, die Wiese zu mähen anstatt zu mulchen.

Für welches Obst ist die Obstraupe geeignet?

Wir haben die Obstraupe vor Allem für Kernobst entwickelt, da wir bei Äpfel und Mostbirnen den größten Bedarf sahen. Bei den Tests zeigte sich, wie gut das Aufsammeln von Nüssen (v.a. Walnüssen) funktioniert. Haselnüsse haben wir noch nicht getestet, da wäre für kleinere Nusssorten ggf. ein separater Aufnahmerost mit kleineren Stababständen erforderlich.

Das Interesse für Zwetschken und Marillen (Aprikosen) ist sehr groß, da Erntedurchgänge mehrmals täglich erforderlich sind und sich bisher keine Erntetechnik etablieren konnte. Prinzipiell funktioniert es und wurde im Rasen getestet. Der Einsatz in der Praxis hängt von vielen Bedingungen ab (v.a. Untergrund und Sorten).